|
Das betriebliche Informationsmanagement im Wandel
Strategiepapier des Instituts für Informationswirtschaft© Institut für Informationswirtschaft 2004 HintergrundDie Volkswirtschaft und ihre einzelnen Unternehmen durchlaufen seit geraumer Zeit einen tiefgreifenden Strukturwandel.
Die signifikanten Merkmale dieser
Entwicklung, die sich auch auf das betriebliche Informationswesen auswirken, können wie folgt beschrieben werden: Zunehmende Komplexität in Form einer gestiegenen Produktvielfalt, Variantenzahl und
differenzierter Marktsegmente.
Konsequenz: mehr verfügbare, aber auch mehr benötigte und als relevant auszuwählende Information. Höhere Dynamik, die ihren Ausdruck in verkürzten
Lieferzeitvorgaben, kürzeren Produktlebenszyklen und Technologiezyklen findet.
Konsequenz:
schnellere Abwicklung von Aufträgen, eine Beschleunigung der Wissensverarbeitung allgemein, in Routineprozessen ebenso wie in kreativen Arbeitsgruppen. Lean Management: Flachere
Unternehmenshierarchien, abgebaute Zentralbereiche und Dezentralisierung von Entscheidungen.
Konsequenz:
mehr eigenständiges Informationshandling mit entsprechender Qualifizierung an jedem einzelnen Arbeitsplatz. Weitergehende Internationalisierung, d.h. geographische Verteilung der
Produktionsstandorte, der Lieferanten, der Kunden.
Konsequenz: zunehmende Anteile an Kommunikation, Koordination und Kooperation in verschiedenen Sprachen und Zeitzonen und über weite Entfernungen hinweg.
Neue Arbeitskonzepte wie Telearbeit oder Außendienst-Anbindung über Mobile Computing.
Konsequenz: weitere räumliche Verteilung von Outdoor-Geschäftsprozessen. Zunehmender Wettbewerbs- und Kostendruck, der es erfordert, einerseits höheren Kundennutzen zu stiften, andererseits Kosten zu senken.
Konsequenz:
beide Strategien können gleichzeitig mit einem effizienten Einsatz von Informationstechnologie unterstützt werden. Neue Technologien, neue Medien und neue
Informations- und Service-Anbieter.
Konsequenz: es entstehen neue Möglichkeiten der schnellen und kostengünstigen Beschaffung, Verarbeitung, Vorhaltung und Aufbereitung von Information.
nach oben Generelle KonsequenzenDie oben beschriebenen Entwicklungen haben vier wesentliche
Auswirkungen auf das Management: 1. Angebot und Verfügbarkeit von Information nehmen weiter rasant zu - das
Internet ist ein signifikantes Beispiel hierfür.
Die Notwendigkeit einer Prüfung auf Authentizität und Qualität, aber auch
Selektionsmechanismen gewinnen an Bedeutung. 2. Der objektive Bedarf an relevanter Information, möglicherweise auch das
subjektive Bedürfnis, Information zu erhalten, verändert sich.
Dabei steigen hier die Anforderungen an die Qualität, an die Durchlaufzeit,
an die Produktivität und an die Effizienz des Informationshandlings.
Die gegenwärtige Diskussion um das Wissensmanagement und die im Con-
trolling auf breiter Front einsetzende Revision des Berichtswesens zeigen dies sehr deutlich.
3. Es etabliert sich ein im Vergleich zu früher erheblich differenzierteres An- gebot an Technologien und Dienstleistungen
mit unterschiedlichen Lei- stungs- und Kostenmerkmalen in einem sich neu formierenden Markt der
internationalen Technologieunternehmen in Telekommunikation, Informations-
technik, Unterhaltungselektronik- sowie einer sich entwickelnden Landschaft von IT-Full-Service-Anbietern.
4. Neue Informationstechnologien können die bestehenden Geschäftsmodelle
verändern und tradierte Geschäftsbeziehungen aufbrechen.
Gleichermaßen für die Technologie-Anbieter ebenso wie für die Anwender-
unternehmen wird es daher von vitaler Bedeutung sein, entsprechende Geschäftsfeld-Strategien
zu entwickeln.
nach oben Neue Herausforderungen für das betriebliche InformationsmanagementDie
beschriebenen Entwicklungen erfordern ein im Vergleich zu früher wesentlich leistungsfähigeres Informationsmanagement, das 2 Ebenen aufweist: Corporate Intelligence
als intellektuelle Fähigkeit und organisationales Verhalten, eines Unternehmens, Information und Wissen effizient zu akkumulieren und zu nutzen. Es geht um das Management der Ressource Information, etwa in
Erscheinungsformen wie Berichtswesen, Strategischem Radar, Marktforschung, Dokumenten-Verwaltung, Content Management, eMail-Management, und zwar in allen informationsgetriebenen Geschäftsprozessen innerhalb und immer
mehr in der vernetzten Welt zwischen kooperierenden Unternehmen. Im weiteren Sinne bezieht dies auch ein Informations-Technologie-Management
mit ein, zwecks Entwicklung und Bereitstellung der erforderlichen IT-Infrastruktur, die Effizienz, Geschwindigkeit, Sicherheit, Zuverlässigkeit der Versorgung mit Information gewährleistet. Dieses Technologie-Management umfaßt Hardware- / Software-Kombinationen wie Clientsysteme, Serversysteme, Netzwerke, Anwendungssoftware, und - last but not least - ergonomische Input- und Output-Peripherie als Interface zum Geschäftsprozeß und seinen Aktoren: den Mitarbeitern.
Nach nunmehr einem Jahrzehnt aktiver Forschung und Beratung im Spannungsfeld zwischen Anwenderunternehmen und IT-Herstellern ist das IIW Institut mit einem tief- gehenden Verständnis für digitale
Technologien und Anwendungen sowie mit betriebs- wirtschaftlich-strategischem Methodenwissen gut gerüstet, innovative Fragestellungen zu beantworten und Probleme für seine Kunden aus Industrie, Handel und Dienstleistung
zu lösen.
nach oben
|
|